Marzahn-Hellersdorfer Ausbildungspreis 2025
Am 10. Dezember 2025 wurde bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf, dem Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis und Schlaufuchs Berlin e.V. der diesjährige Ausbildungspreis Marzahn-Hellersdorf feierlich verleihen. Die Veranstaltung fand im Besucherzentrum der „Gärten der Welt“ statt und brachte rund 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Ausbildungspraxis zusammen.
Im Mittelpunkt des Abends standen junge Menschen und Betriebe, die sich in besonderer Weise für eine hochwertige und engagierte Ausbildung einsetzen. Als Mitinitiator des Ausbildungspreises ist es uns ein großes Anliegen, gute Beispiele sichtbar zu machen und andere zu ermutigen, Ausbildung aktiv und innovativ zu gestalten.
Die Jury zeichnete die Zahntechnikerinnen Aimee Blank und Lilly Schleicher von Rübeling + Klar aus, die sich mit großem Engagement als Berufsbotschafterinnen einsetzen und jungen Menschen Einblicke in ihren Ausbildungsberuf ermöglichen. Ebenfalls prämiert wurde Claudia Fischer von der Pat & Patachon GmbH, die ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement erfolgreich verkürzt und dabei durch besondere Motivation und Leistungsbereitschaft überzeugt hat.
In der Kategorie Unternehmen erhielt das Autohaus Koch eine Auszeichnung für seine hohe Ausbildungsquote sowie die strukturierte und kontinuierliche Begleitung der Auszubildenden. Der Baustoffhersteller Schwenk Beton Berlin-Brandenburg wurde für seinen innovativen Peer-to-Peer-Ansatz geehrt, bei dem Auszubildende sich gegenseitig anleiten und unterstützen – ein Modell, das Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit fördert.
Die feierlichen Lobreden hielt Stefan Suck, Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf. Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic unterstrich in ihrem Grußwort die große Bedeutung sichtbarer Ausbildungsinitiativen für die nachhaltige Fachkräftesicherung in der Region – ein Anliegen, das wir als Schlaufuchs Berlin e. V. ausdrücklich teilen.
Wir freuen uns besonders, dass der Ausbildungspreis auch im kommenden Jahr fortgeführt wird. Für 2026 ist eine Ausweitung der Kooperation mit dem Landkreis Märkisch-Oderland geplant. Damit möchten wir das Engagement für gute Ausbildung weiter stärken und noch mehr positive Beispiele in der Region sichtbar machen.
Wir danken allen Preisträgerinnen und Preisträgern, Partnern und Unterstützenden für ihr Engagement – und freuen uns auf die weitere gemeinsame Arbeit für eine starke Ausbildung.
Zukunftstage - Schüler*innen der Ernst-Haeckel-Schule besuchen lokale Unternehmen
Am 17. November 2025 fand an der Ernst-Haeckel-Schule ein weiterer Zukunftstag statt. Schüler*innen der 9. und 10. Klassen nutzten die Gelegenheit, sich einen praxisnahen Einblick in unterschiedliche Berufsfelder zu verschaffen und Unternehmen direkt vor Ort kennenzulernen. Ziel des Zukunftstages war es, die berufliche Orientierung der Jugendlichen gezielt zu unterstützen und ihnen konkrete Anknüpfungspunkte für ihre Zukunftsplanung zu bieten.
Der Tag begann am Morgen mit einer gemeinsamen Begrüßung und einem interaktiven Kahoot-Quiz, das spielerisch an die Themen Berufsorientierung und Ausbildungslandschaft heranführte. Im anschließenden Workshop setzten sich die Schüler*innen intensiv mit ihren eigenen Stärken, Interessen und beruflichen Wünschen auseinander. In Einzel- und Gruppenarbeit bereiteten sie sich gezielt auf die bevorstehenden Unternehmensbesuche vor, informierten sich über Tätigkeitsbereiche und entwickelten Fragen, die sie während der Besichtigungen klären wollten.
In vier Gruppen aufgeteilt, machten sich die Jugendlichen anschließend in Begleitung der Schlaufuchs-Teams auf den Weg zu ihren jeweiligen Unternehmen. Jede Gruppe besuchte zwei Betriebe, in denen die Schüler*innen jeweils rund 60 Minuten lang Einblicke in den Arbeitsalltag, Ausbildungswege und berufliche Perspektiven erhielten.
Zu den beteiligten Unternehmen und Einrichtungen gehörten BUG, degewo, Höffner, Ritter Starkstrom, Eurovia, die Bezirkszentralbibliothek Mark-Twain, die Kita Taffy sowie das Amtsgericht Lichtenberg. Die Vielfalt der Stationen ermöglichte es den Jugendlichen, ganz unterschiedliche Branchen kennenzulernen – von Handwerk und Industrie über Verwaltung und Justiz bis hin zu sozialen und kulturellen Einrichtungen.
Der Zukunftstag bot den Schülerinnen nicht nur Informationen, sondern vor allem echte Begegnungen mit Auszubildenden, Fachkräften und Ausbilderinnen. Viele nutzten die Chance, Fragen zu stellen, Arbeitsplätze zu besichtigen und sich ein realistisches Bild vom Berufsalltag zu machen. Die Nachbereitung der Besichtigungen erfolgt im Anschluss im Unterricht, beispielsweise in Form von Präsentationen oder Plakaten.
Der Zukunftstag an der Ernst-Haeckel-Schule zeigte erneut, wie wertvoll direkte Praxiserfahrungen für die Berufsorientierung sind. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Unternehmen, der Schule sowie den engagierten Schüler*innen für einen gelungenen Tag und freuen uns auf weitere Zukunftstage.
Imagebroschüre "Cleantech Marzahn" veröffentlicht
Auf Anregung der Industrierunde des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises (MHWK) wurde eine Imagebroschüre zum „Cleantech Marzahn“ realisiert. Auf 52 Seiten zeigt sie eindrucksvoll, was diesen Standort als gemeinsamen Zukunftsort auszeichnet.
Die Broschüre porträtiert ausgewählte Unternehmen und erzählt die Geschichten der Menschen, die hier täglich an zukunftsweisenden Lösungen arbeiten. Dabei stehen nicht allein Zahlen und Fakten im Mittelpunkt, sondern vor allem Ideen, innovative Produkte und unternehmerischer Gestaltungswille. Ein Blick hinter die Kulissen lässt Mitarbeitende zu Wort kommen, die mit Engagement, Kreativität und Überzeugung zum Profil des Zukunftsortes beitragen.
Als Wirtschaftsförderung des Bezirks freuen wir uns sehr über diese gelungene Veröffentlichung, die direkt aus der Unternehmerschaft heraus entstanden ist und den Standort authentisch widerspiegelt.
Nehmen Sie sich gerne etwas Zeit und entdecken Sie, welche vielfältigen Produkte im Bezirk entstehen – und welche beruflichen Perspektiven sich möglicherweise auch für Sie direkt vor Ort eröffnen:
3. Zukunftsmesse Hellersdorf mit über 800 Besuchern
Am 15. Mai 2025 verwandelte sich die ISS Mahlsdorf in einen lebendigen Treffpunkt für Zukunftsfragen, Berufsorientierung und persönliche Perspektiven. Die Zukunftsmesse Hellersdorf 2025 zog über 800 Besucher*innen an und zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse junger Menschen an konkreten Wegen nach der Schule ist.
Nach dem exklusiven Start für die Schülerinnen der ISS Mahlsdorf ab 13 Uhr öffnete die Messe ab 14 Uhr auch für schulexterne Besucherinnen ihre Türen. Mehr als 50 Unternehmen, Ausbildungsbetriebe und Institutionen aus der Region präsentierten ihre Angebote – von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen über duale Wege bis hin zu Gap-Year-Möglichkeiten, Freiwilligendiensten und Auslandsaufenthalten.
Die Messe bot nicht nur Informationen, sondern vor allem Begegnungen: In persönlichen Gesprächen konnten sich die Jugendlichen direkt mit Ausbilderinnen, Personalverantwortlichen und Azubis austauschen. Mitmach-Aktionen, Workshops und praktische Einblicke machten Berufe greifbar und halfen vielen Besucherinnen dabei, eigene Stärken zu entdecken und nächste Schritte zu konkretisieren.
Sowohl die teilnehmenden Unternehmen als auch die Besucher*innen zogen ein sehr positives Fazit. Die große Resonanz, das hohe Engagement und die vielen intensiven Gespräche machten deutlich: Die Zukunftsmesse ist ein wichtiger Baustein der beruflichen Orientierung in Marzahn-Hellersdorf.
📅 Save the Date:
Die nächste Zukunftsmesse Hellersdorf findet am 21. Mai 2026 erneut an der ISS Mahlsdorf, An der Schule 47, 12623 Berlin, statt. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen und viele neue Zukunftsperspektiven!
Logopädinnen bei Theraphysia
Logopädinnen bei Theraphysia
Annika und Annemarie sind zwei Logopädinnen aus Überzeugung. Wie sie da hin gekommen sind und wer von euch ihnen unbedingt folgen sollte in diesen so abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf, erfahrt ihr in diesem Video.
Physiotherapeut bei Theraphysia
Physiotherapeut bei Theraphysia
Christian ist nicht nur Physiotherapeut und Standortleiter in Hermsdorf, sondern hat auch sonst noch so einiges erlebt auf seinem beruflichen Weg. Erfahrt in diesem Video, woher er seine ganze Energie zieht und warum er seinen Traumjob gefunden hat.
Ergotherapeutinnen bei Theraphysia
Ergotherapeutinnen bei Theraphysia
Pauline hat ihr Studium zur Ergotherapeutin abgeschlossen und arbeitet nun in der interdisziplinären Praxis Theraphysia. Lernt auch die Praxisleitung Jessica kennen und Nicole, die ihre Leidenschaft in der Arbeit mit alten Menschen gefunden hat.
Erfahrt in dieser Jobstory, wieso sie sich für diesen Beruf entschieden haben, wie ihr bisheriger Bildungsweg aussah und wo sie ihre persönlichen Herausforderungen sehen.
Außerdem haben sie ein paar Tipps, die sie Schüler*innen mit auf dem Weg geben möchten.
2. Runder Tisch - Schule-Wirtschaft
2. Runder Tisch
Schule-Wirtschaft
Thementische: Inhalt und Ergebnisse
Was braucht es, um die Qualität der Schülerpraktika zu erhöhen und die Hemmschwellen für (kleinere) Unternehmen zu minimieren, Schülerpraktika anzubieten?

- Unternehmen sind eingeladen, ihre Kriterien für Praktikanten und Praktikantinnen klarer zu definieren, um ein besseres Matching seitens der Schule anzuleiten.
- Unternehmen laden Lehrer*innen, Mitglieder der BSO-Teams und die JBA zu Besuchen ein, um sich ein gutes Bild vor Ort machen zu können.
- Die Schule entwickelt kurz und knapp ein Handout zu den strukturellen Gegebenheiten, welches ihre Schüler*innen den Bewerbungsunterlagen beifügen können. So können Unternehmensvertreter*innen im Vorfeld entscheiden, welcher Schüler, welche Schülerin geeignet ist.
- Smartzahn-Cleversdorf überarbeitet die Stellenausschreibungen der Praktika so, dass sofort sichtbar ist, welche Ausbildungsinhalte und Berufe hinter den angebotenen Stellen stecken.
- Die Übersicht der Praktikumszeiten aller Schulen wird von Smartzahn-Cleversdorf aktualisiert und auf dem Portal zur Verfügung gestellt: Zeitliche Übersicht_Schulen_Praktikum (Stand 09/2021).
Welche strukturellen Bedingungen muss das Duale Lernen erfüllen, damit sich möglichst viele Schulen und Unternehmen dafür entscheiden?

- Schulen und Unternehmen sind dafür offen, das Duale Lernen anzubieten.
- Vorher müssen individuelle Anforderungen vom Unternehmen (z.B. Mindestalter, PC-Kenntnisse usw.) und strukturelle Gegebenheiten von der Schule (z.B. Zeitraum, Dauer Arbeitstag usw.) klar definiert werden.
- Eine konkrete Kontaktperson aus der Schule wird dem Unternehmen mitgeteilt und ist für den gesamten Prozess ansprechbar.
- Zwei Vorschläge zur strukturellen Organisation innerhalb der Schule:
1. Am Praktikumstag werden in der Schule nur solche Fächer unterrichtet, die einen thematischen Bezug zum Praktikum haben (WPU, WAT, Ethik usw.)
2. Die Abschlussklassen werden neu zusammengelegt in die Schüler*innen, die sich für das Duale Lernen entscheiden. Der Unterrichtsstoff wird auf 4 Tage verteilt. - Niedrige Hemmschwellen zur Teilnahme, alle Schüler*innen sollen Zugang haben, nicht nur Schüler*innen mit erhöhten Förderbedarf.
- Auf dem Portal Smartzahn-Cleversdorf werden Unternehmen, die das Duale Lernen anbieten, sichtbar dargestellt.
Welche Themen können bearbeitet werden?
Ein Schwerpunkt für das Schuljahr 2020/21 ist Nachhaltigkeit. Besonders „grüne“ Unternehmen oder solche, die es werden wollen und die in umweltsensiblen Bereichen arbeiten, können einbezogen werden. Beispiele: Ein Reinigungsunternehmen möchte Kunden und Mitarbeiter von den Vorteilen biologischer Reinigungsmittel überzeugen – Schüler*innen analysieren sie im Vergleich zu herkömmlichen Mitteln und präsentieren ihre Ergebnisse. Ein Müllentsorger möchte nachhaltiger arbeiten und braucht innovative Ideen für ein technisches oder logistisches Problem.
Aber auch andere Themenbereiche wie Interkulturalität oder Sicherheit sind denkbar. Beispiel: Eine öffentliche Institution benötigt Flucht- und Rettungspläne in mehreren Sprachen. Schüler*innen einer Schule mit interkultureller und sprachlicher Vielfalt erarbeiten die Pläne, konzipieren eine nichtsprachliche Darstellung über Symbole und verfassen Texte in den relevanten Sprachen.
Wie kann ich mitmachen?
Smartzahn-Cleversdorf bringt Unternehmen mit einem Auftrag und Schulen mit Projektinteresse zusammen. Wir suchen für Sie eine geeignete Schule oder einen Auftraggeber. Sprechen Sie uns an! Wir vermitteln den Kontakt zur Koordinierungsstelle an der FU Berlin.
Vollständige Projekt-Präsentation
Mehr Informationen über das Projekt in Berlin (u.a. Ablauf, bisherige Partner)
Mehr Informationen über das bundesweite Projekt (Projektbeispiele, Informationsbroschüre)
Journalistin bei der Lokalzeitung "Die Hellersdorfer"
Journalistin bei der Lokalzeitung
"Die Hellersdorfer"
Wer bist du und was machst du beruflich?
Mein Name ist Claudia Dressel, ich bin 33 Jahre alt und ein echtes Plattenkind hier aus dem Bezirk. Vor über zehn Jahren habe ich angefangen, für die Lokalzeitung „Die Hellersdorfer“ zu arbeiten – eine kleine Ewigkeit, die sich aber gar nicht so anfühlt, weil jeder Tag anders ist. Am liebsten bin ich mit Stift, Notizblock und Kamera in unseren fünf Ortsteilen unterwegs. Aber neben dem Recherchieren, Schreiben und Fotografieren mache ich noch viele andere Sachen wie Anzeigenkunden werben und betreuen, die Zeitung layouten, „Bürokram“ erledigen oder auch unsere Website und die sozialen Medien mit Inhalten „bespielen“. Es ist halt ein Mini-Verlag und da sind Allround-Qualitäten gefragt. 2019 habe ich „Die Hellersdorfer“ von der langjährigen Eigentümerin Ute Bekeschus übernommen.
Was gefällt dir an deinem Beruf und was stört dich manchmal?
Für mich ist es der schönste Beruf der Welt. Man erlebt und erfährt dabei unfassbar viel und lernt jeden Tag andere Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Interessen, Ansichten und Geschichten kennen. Diese Begegnungen empfinde ich als total bereichernd. Am Lokaljournalismus gefällt mir die Vielfalt der Themen, die ich bearbeiten darf. Das reicht von der Kaninchenschau des Kleintierzuchtvereins bis hin zu Pressekonferenzen im Rathaus und Interviews mit bekannten Persönlichkeiten.
Was manchmal ein bisschen nervt: Immer und immer wieder über Themen zu berichten, die gefühlt seit Jahren nicht vorangehen. Spontan fallen mir da gerade drei Verkehrsprojekte ein: die Tangentialverbindung Ost (TVO), die Verkehrslösung Mahlsdorf und die Ortsumfahrung Ahrensfelde.
Wie sah dein Bildungsweg aus?
Eigentlich wollte ich Sportjournalistin werden, aber mit meinem 2,2er-Abi hätte ich zwei Semester warten müssen, um an der Uni Hamburg Sportwissenschaften studieren zu können. Also habe ich mich für Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder mit den Schwerpunkten Literatur und Linguistik entschieden. Mein Praktikum bei der „Hellersdorfer“ in den ersten Semesterferien sollte ursprünglich nur ein paar Wochen dauern. Es ist dann doch etwas länger geworden. Mit dem Bachelor in der Tasche ging es direkt in die Festanstellung. Davor war ich noch ein Vierteljahr Praktikantin bei einer deutschsprachigen Zeitung für Südfrankreich, Monaco und die italienische Riviera.
Wem würdest du deinen Beruf empfehlen?
Ich denke, der Beruf ist etwas für Leute, die neugierig sind und Dinge verstehen wollen. Hilfreich sind sicher auch Spaß am Schreiben, ein Faible für die deutsche Sprache und die Fähigkeit, auf Menschen zu- und einzugehen.
Wer nicht unbedingt von einer Karriere als Lokaljournalist*in träumt (und das tun die wenigsten, aber es kann ein guter Einstieg in den Beruf sein), sollte im Idealfall schon früh für ein bestimmtes Fach brennen: zum Beispiel Politik oder Sport, Geschichte, Wirtschaft, Medizin, Kultur oder auch Soziologie.
Was würdest du Schüler*innen von heute mit auf ihren Weg geben?
Ob euch im Unterricht alles zufliegt oder ihr auch mal eine Drei oder Vier mit nach Hause bringt, ist nicht entscheidend für späteren beruflichen Erfolg und Lebensglück. Jede*r von euch kann bestimmte Dinge besonders gut – innerhalb und außerhalb der Schule. Fragt euch, was euch interessiert, wofür ihr euch begeistert. Probiert euch aus – zum Beispiel bei Praktika, Schüler*innenjobs, Austauschprogrammen, Workshops zur Berufsorientierung, im Ehrenamt etc. Wer sich seiner Stärken (und auch Schwächen) bewusst ist, kann nämlich ganz viel erreichen.
Duales Studium Bauingenieur bei der BUG Verkehrsbau SE
Duales Studium Bauingenieur bei der BUG Verkehrsbau SE
Hallo Arthur, wer bist du und was machst du?
Hallo, ich bin Arthur Glapiak, 21 Jahre alt und absolviere zurzeit ein Duales Studium zum Bauleiter mit Spezialisierung Gleisbau, das auch eine Facharbeiterausbildung beinhaltet.
Warum hast du dich für ein Duales Studium entschieden und nicht für ein klassisches Studium?
Für das Duale Studium habe ich mich aus drei Gründen entschieden: Erstens lege ich sehr viel Wert auf Praxis, weil ich so ein viel besseres Verständnis für die Theorie und ihre Notwendigkeit entwickeln kann. Hinzu kommt, dass ein Duales Studium aus meiner Sicht sehr zukunftssicher ist und gut auf das spätere Arbeiten vorbereitet. Drittens habe ich gute praktische Fähigkeiten, die bei einem klassischen Studium nicht oder weniger zur Geltung kommen würden.


Wieso gerade bei der BUG Verkehrsbau SE?
Bei der BUG Verkehrsbau SE fühle ich mich sehr wohl. Trotz seiner Größe ist das Unternehmen familiär und pflegt einen sehr guten Umgang mit seinen Angestellten und vor allem den Auszubildenden. Das Arbeitsklima in den Kolonnen ist sehr angenehm. Es wird viel Wert auf die Praxiserfahrung gelegt, um Azubis gut auf ihre Zukunft vorzubereiten. Meiner Erfahrung nach ist das kein Standard bei Unternehmen dieser Größe.
Was gefällt dir an dieser Ausbildung und was stört dich manchmal?
Im ersten Ausbildungsjahr habe ich viel Praxiserfahrung erworben und stehe nun kurz vor dem Start des Studiums. Im letzten Jahr war ich oft auf Baustellen oder in der überbetrieblichen Ausbildung. Ich habe mich bewusst für den Gleisbau entschieden, weil er neben einem spannenden Arbeitsumfeld viel Abwechslung bietet. Dadurch konnte ich in diesem Jahr bereits viel lernen und verschiedene Arbeitsabläufe verstehen. Durch den meist zügigen Baustellenablauf kommt man viel rum.
In meinem ersten Ausbildungsjahr war wegen des Schichtbetriebes – vielleicht auch wegen Corona – die Freizeitplanung etwas schwierig.
Wie sah dein bisheriger Bildungsweg aus?
Ich habe mein Abitur an der Sportschule Potsdam gemacht, bevor ich das Duale Studium begonnen habe.
Was genau machst du im Dualen Studium bei der BUG Verkehrsbau SE?
Die Ausbildung im Betrieb und die überbetriebliche Ausbildung wechselten sich bisher ab. In der überbetrieblichen Ausbildung lernte ich grundlegendes praktisches Wissen wie Pflastern, Mauern, Schalungsbau, Stahlbau, Rohrleitungsbau und auch Gleisbau. Wobei man sagen muss, dass der Gleisbau, der dort vermittelt wird, wesentliche Unterschiede zur eigentlichen Praxis aufweist.
Im Betrieb wurde ich auf vielen verschiedenen Baustellen eingesetzt, lernte so fast alle Gleisbaukolonnen unserer Firma kennen und konnte die Vielfältigkeit des Gleisbaus erfahren: Das reichte vom Auskleiden von Sickergräben mit Rollrasen für die Berliner S-Bahn über die Beseitigung von Wildschäden auf Usedom bis zur Weichenmontage von elf Weichen und circa 2 Kilometer Gleisausbau in Delmenhorst.
Wem würdest du deinen Ausbildungsberuf und das Duale Studium empfehlen?
Ich würde dieses Studium Schülern der Sportschule empfehlen, da sie wegen des Tagespensums (Schule und Training) eine intensive körperliche und geistige Belastung gewohnt sind. Empfehlenswert ist das Studium auch für Jugendliche, denen neben der Theorie die praktische Orientierung sehr wichtig ist.
Was würdest du Schüler*innen mit auf den Weg geben, die einen Ausbildungs- oder Studienplatz finden wollen?
Für meine Entscheidung zum Studium waren die zwei einwöchigen Praktika bei der BUG Verkehrsbau SE sehr hilfreich.



























